Pressemitteilung des Landesbeauftragten für den Datenschutz Niedersachsen vom 02.06.2026 In Niedersachsen häufen sich derzeit Berichte zu Cyberangriffen, bei denen Kriminelle personenbezogene Daten stehlen. Dabei sind teilweise besonders sensible Daten wie Patienteninformationen oder Fotos von Kindern betroffen. Auch beim Landesbeauftragten für den Datenschutz Niedersachsen (LfD) steigt die Anzahl gemeldeter Datenschutzverletzungen kontinuierlich, im ersten Quartal 2026 waren es bereits 573 (im Vorjahreszeitraum 435). Diese Zahl umfasst nicht nur Cyberangriffe, sondern auch andere meldepflichtige Vorfälle, etwa durch Versehen oder technisches Versagen. Der LfD Niedersachsen ruft Unternehmen, Behörden und insbesondere IT-Dienstleister zu konsequenter Vorsorge auf und weist auf die gesetzlichen Melde- und Benachrichtigungspflichten nach der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) hin. Datenlecks, Erpressungen und Datendiebstahl stellen ein großes Risiko für den Schutz personenbezogener Daten dar. Bei diesen Angriffen kopieren die Täter personenbezogene Daten und verschlüsseln oder löschen anschließend oft die Originaldaten. In der Folge fordern sie Lösegeld und drohen damit, die Daten zu veröffentlichen oder weiterzuverkaufen. Häufig sind IT-Dienstleister das Ziel: Ein einziger erfolgreicher Angriff kann dann zahlreiche Auftraggeber und sehr viele Menschen zugleich betreffen. Deshalb kommt den Schutzvorkehrungen solcher IT-Dienstleister besondere Bedeutung zu. Als Auftragsverarbeiter müssen sie die ihnen anvertrauten Daten technisch und organisatorisch absichern und ihre Auftraggeber unverzüglich informieren, sobald sie von einem Vorfall Kenntnis…
Quelle: Virtuelles Datenschutzbüro
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