Pressemitteilung des Landesbeauftragten für den Datenschutz Niedersachsen vom 10.09.2026 Die Anzahl der im ersten Halbjahr 2026 gemeldeten Datenschutzverletzungen ist beim Landesbeauftragten für den Datenschutz Niedersachsen (LfD) deutlich gestiegen. Das ergibt eine Auswertung der gemäß der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) gemeldeten Vorfälle (engl. ‚Data Breaches‘). So gingen im ersten Halbjahr 2026 bereits 1.245 Meldungen bei der Behörde ein. Dies entspricht einem Anstieg von 58 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum – im ersten Halbjahr 2025 waren es 786 Meldungen. Da sich dieser Trend über die Sommermonate 2026 fortsetzte, sind aktuell bereits mehr Meldungen verzeichnet als im gesamten Vorjahr (2025: 1.607). „Wir nehmen den starken Anstieg sehr ernst, zumal auch die bei uns eingehenden Beschwerden von Bürgerinnen und Bürgern deutlich zunehmen“, so Denis Lehmkemper, der Landesbeauftragte für den Datenschutz Niedersachsen. „Viele der uns gemeldeten Datenschutzverletzungen sind vermeidbar – durch technische Maßnahmen wie Zwei-Faktor-Authentifizierung und Prozessautomatisierung, aber auch ganz klassisch durch Grundlagenschulungen von Beschäftigten.“ Von den 1.245 Datenschutzverletzungen im ersten Halbjahr 2026 wurden 34 Prozent von öffentlichen Stellen gemeldet, also beispielsweise von kommunalen Krankenhäusern, Gemeinden, Schulen oder anderen Behörden. 66 Prozent betrafen den nicht-öffentlichen Bereich von Unternehmen jeder Größe, von kleinen Betrieben bis zu Konzernen. Der deutliche Anstieg betraf beide Bereiche gleichermaßen: Im öffentlichen Bereich fiel eine…
Quelle: Virtuelles Datenschutzbüro
Link: Weiterlesen

